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Das wacker Mädchen © 2005 Gudrun Walther und Jürgen Treyz Traditionell, Bearbeitung: “Deitsch”, G.Walther und J. Treyz
Es ging ein wacker Mädchen wohl alle Tag ins Gras. Es folgt’ ein junger Reiter ihr alle Tage nach. Der Reiter breit’ sein Mantel wohl in das grüne Gras. Er bat das junge Mädchen, und dass sie zu ihm saß.
„Oh Mutter, Liebe Mutter, so gib mir einen Rat! Es folgte mir frühmorgens ein junger Reiter nach.“
„Oh Tochter, liebe Tochter, den Rat, den geb ich dir: Lass du den Reiter fahren, bleib noch ein Jahr bei mir!“
„Oh Mutter, liebe Mutter, der Rat, der ist nicht gut. Mir ist der Reiter lieber als all dein Hab und Gut!“
„Ist dir der Reiter lieber als all mein Gut, mein Hab, so pack du deine Kleider und lauf dem Reiter nach!“
„Oh Mutter, liebe Mutter, der Kleider sind's nicht viel! Der Vater hat's verloren bei Wein und Kartenspiel.
Wär ich als Mann geboren, so zög ich in die Welt, würd' mir ein Handwerk lernen, verdienen eigen Geld.“
Es ging ein wacker Mädchen wohl alle Tag ins Gras. Es folgt’ ein junger Reiter ihr alle Tage nach.
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